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Das KISS-Syndrom - Warum soll mein Kind behandelt werden?

Nicht selten haben sehr kleine Kinder bestimmte Einschränkungen ihrer Bewegungsfähigkeit, die zunächst nicht besonders auffallen.

Beobachtete Phänomene können sein:

  • Schiefhaltung des Kopfes bis zur Zwangshaltung
  • Kopfhalte- und Kopfdrehschwäche
  • Ausgeprägte Kopfrückbeuge, oft mit zurückgenommenen Armen
  • Einseitige Schlafhaltung des Kindes bzw. nach hinten überstreckt
  • Einseitige Schlafhaltung des Kindes bzw. nach hinten überstreckt
  • Ein- und/oder Durchschlafstörungen, Schreien im Schlaf
  • Asymmetrie der Bewegungen von Armen und Beinen
  • Einseitige Stillprobleme
  • „Haare raufen“ und hohe Tastempfindlichkeit des Nackens
  • „Kopfschlagen“ („Headbanging“), z.B. gegen die Gitter des Bettchens
  • Schädelasymmetrie, manchmal mit einseitiger Minderentwicklung einer Gesichtshälfte, Abplattung des Hinterkopfes bzw. Asymmetrie der Ohrposition
  • „Dreimonats-Koliken“ und „Schreikinder“

Es gibt diese und weitere Beobachtungen natürlich in verschiedenen Ausprägungsgraden und nicht alles muß bei einem betroffenen Kind zusammen auftreten. Oft liegt die Ursache in einer Störung der normalen Funktion einzelner Wirbelsäulenabschnitte, sogenannter Segmente. Ein anderes typisches Zeichen für Probleme der Halswirbelsäule ist die Rückbeuge des Kopfes als Schonhaltung für diesen Abschnitt - ein Vorwärtskrümmen wird vermieden: diese Kinder sitzen gerne, vermeiden das Krabbeln, stehen gerne früh und wollen sich überall hochziehen.

Bei den Ursachen dafür ist grundsätzlich zu unterscheiden zwischen CEREBRALPARESEN, also Störungen der normalen Gehirnfunktion einerseits und andererseits frühkindlichen Bewegungsstörungen ohne zerebrale (Gehirn-) Beteiligung. Diese frühkindliche Bewegungsstörung wird als KISS-Syndrom (Kopfgelenk-Induzierte-Symmetrie-Störung) oder Tonus-Asymmetrie-Syndrom (TAS) bezeichnet.

Die oben genannten Probleme sind meist nicht alle vorhanden und können auch von anderen Ursachen herrühren - sind sie aber unmittelbar im Anschluß an die Behandlung deutlich besser, spricht das eben für einen engen Zusammenhang mit den hier behandelten Funktionseinschränkungen der Wirbelsäule.

Wir empfehlen, sich weiter über die angesprochene Thematik zu informieren (z.B. www.kiss-kids.de, www.manmed.de, www.ewmm.de ), mit Ihrem Kinderarzt zu sprechen oder Ihr Kind bei uns untersuchen zu lassen.

Hier kann die ATLASTHERAPIE helfen

Lesen Sie die weiterführenden Informationen



Atlastherapie beim Kind - Methode und Verlauf

Liebe Eltern,

Sie möchten Ihr Kind vorstellen mit der Frage, ob eine Behandlung mit der ATLASTHERAPIE sinnvoll ist.

Um die Kinder umfassend untersuchen und korrekt behandeln zu können, muß ich die Halswirbelsäule röntgen (auch aus juristischen Gründen). Dabei reicht bei Kleinkindern ein Bild von vorn, ab der Vollendung des 1. Jahres muß auch die seitliche Aufnahme einbezogen werden. Aufgrund der modernen Folien und Filme sowie der umfassenden Abdeckung ist die Strahlenbelastung nur noch etwa ¼ der vor 15 Jahren verwendeten Strahlendosis und somit sehr klein. Auf der Basis der Röntgenauswertung und unter Berücksichtigung des Untersuchungsbefundes kann die Art der Behandlungstechnik festgelegt werden.

Die Behandlung selbst besteht in einer dosierten Manipulation (Druck) an den oberen Halswirbeln tangential bzw. quer (ohne Rotation !) und auf den Atlasquerfortsatz sowie in mobilisierenden und manipulierenden, sogenannten „weichen“ Grifftechniken am übergang Becken/Lendenwirbel und der Brustwirbelsäule. Die Technik ist je nach Fall etwas unterschiedlich, aber immer dem kleinen Kind angepasst und technisch anders als beim Erwachsenen ! Man weiß vorher nie genau, wieviel man durch die Behandlung der oberen Halswirbelsäule bessern kann. Bei fast 90% der Kinder genügt aber eine einzige Behandlung, um einen entscheidenden Erfolg zu erzielen oder eine evtl. erforderliche Ergotherapie oder Krankengymnastik deutlich zu vereinfachen.

Zum weiteren Ablauf:

Ca. 4-6 Wochen nach der Behandlung sollten Sie eine wesentliche Besserung feststellen können. Lassen Sie von der Kinderärztin/Kinderarzt, Ergotherapeut/in oder Physiotherapeut/in den Behandlungseffekt überprüfen. Nur wenn eine Kontrolle sinnvoll ist, machen Sie bitte einen Termin zur Nachbehandlung aus: ca. 10% der Kinder müssen nochmals behandelt werden.

Bitte 3-4 Wochen nach der Behandlung keine Krankengymnastik/Physiotherapie(!), da dies meiner Erfahrung nach das Ergebnis verschlechtern kann; auch Purzelbäume sollten in der ersten Zeit vermieden werden. Manipulation und Physiotherapie können sich später aber auch gut ergänzen und bei Bedarf kombiniert werden: Ein chirotherapeutisch behandeltes Kind kann später oft besser krankengymnastisch behandelt werden. Wird zu schnell, zu intensiv oder zu häufig behandelt, verschlechtert sich das Endergebnis oft wieder: „Viel hilft viel“ stimmt auch hier nicht. Grundsätzlich kann Ergotherapie weitergeführt werden.

Gerade Eltern, die die drastische Besserung nach der Manipulationsbehandlung erlebt haben, sind manchmal unbegründet besorgt: Sie müssen in der Nachbehandlungsphase keine besondere Vorsicht walten lassen. Bei starken Infekten (z.B. Erkältungen, 3-Tage-Fieber usw.), Impfungen oder Anstrengungen kann es sein, dass Ihr Kind sich für einige Tage wieder schief hält: das ist nur dann Grund zur Sorge, wenn sich diese Fehlhaltung über mehr als 14 Tage fortsetzt - melden Sie sich dann bitte zu einer Kontrolluntersuchung und ggf. -behandlung (s.o.).

Je nach Verlauf kann eine Kontrolle im Alter von 1 und 3 Jahren sinnvoll sein. Man findet dann manchmal „Kleinigkeiten“, deren Behandlung späteren größeren Problemen vorbeugt. Auch vor der Einschulung kann eine Untersuchung Sinn machen: an diesem übergang vom freien Spielen zum überwiegenden Sitzen bestehen leicht Beschwerden von der Halswirbelsäule her, die bei Kindern nur schwer als solche zu erkennen sind. Sind Skoliosen (Wirbelsäulenverbiegung) bekannt, sollte man besonders in der Zeit zwischen 6 und 10 Jahren kontrollieren.

Die ATLASTHERAPIE ist eine IGEL-Leistung, wird also nicht von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt.

Stephan Temme

Sprechzeiten

Mo.
08:00 - 12:00 Uhr und
16:00 - 18:00 Uhr

Di.
BG-, Privat- und
spezielle Wundsprechstunde

Mi.
orthopädischer Kindertag
ab 9:00 Uhr

Do.
08:00 - 12:00 Uhr und
16:00 - 18:00 Uhr

Fr.
08:00 - 12:00 Uhr und spezielle Wundsprechstunde
ab 14:00 Uhr Sportlersprechstunde

durchgangsärztliche BG-Versorgung an allen Werktagen durchgehend
und Sonnabend 09:00 - 11:00 Uhr

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